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Kehrmaschine

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Kehrmaschine

Kehrmaschinen sind historisch gesehen die ältesten typischen Kommunalfahrzeuge, da genormte Müllbehälter erst im Zusammenhang mit der Einführung der „staublosen Müllabfuhr“ in der 1950er Jahren eingeführt wurden (zuvor Abfuhr auf offenen (Pferde-)Wagen, während Fäkalien mit den ohnehin vorhandenen landwirtschaftlichen Gülle-Wagen auf die Felder abgefahren wurden.

Waren es zunächst ausschließlich zweckbestimmte Konstruktionen (oft Dreiräder), wie es sie heute noch im Bereich der Klein-Kehrmaschinen gibt ...


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... baute man schon bald Maschinen auf Großserien-Lkw-Chassis, die allerdings modifiziert werden mussten und müssen (z. B. Rechtslenkung, Automatik-Getriebe, Verlegung von Tanks und Druckluftbehältern).

Abgesehen von einem Kehrbesen (Walze) unter dem Fahrzeug, der das Kehrgut „mundgerecht“ vor den Ansaugschacht räumt, von wo ein i.d.R. von einem zweiten, vom Fahrzeug unabhängigen, Motor erzeugter starker Luftstrom das Fahrzeug in den Kehrgutbehälter (nicht Tank!) befördert, verfügt ein Kahrfahrzeug über einen oder mehrere Tellerbesen, die festsitzenden Schmutz und Unkraut lösen und dem Fahrzeug zuarbeiten. Oft sind diese auch ausfahrbar, um in gewissen Grenzen um Hindernisse herumarbeiten zu können. Die Luft wird vor dem Wiederaustritt gefiltert.

Manche Maschinen verfügen zusätzlich an der vorderen Stoßstange über einen Sprühbalken, aus dem ein feiner Wassernebel versprüht wird, um Staub zu binden bzw. am Heck über einen Saugschlauch zur Sinkkasten-Reinigung (das sind die Einsätze unter den Gulli-Deckeln).