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Low-Entry-Führerhaus

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Low-Entry-Führerhaus

Mit dem Begriff Low-Entry-Führerhaus bezeichnet man tiefliegende Fahrzeuge mit niedriger Bauhöhe und niedrigem Einstieg.


Sowohl die niedrige Bauform als auch die hohe Bauform existieren als Wiking-Modell © Fotos: WDB

Ursprünglich entstanden diese als Vorfeld-Fahrzeuge für Flughäfen, wo Ver- und Entsorgungsfahrzeuge bestimmte Höhen nicht überschreiten dürfen, um nicht mit den Tragflächen großer Flugzeuge zu kollidieren. Später wurde diese Bauart auch auf Feuerwehrfahrzeuge übertragen, um Leiterparks auf Fahrzeugen unterbringen zu können, ohne dabei große Gesamthöhen zu erreichen, die ein Befahren enger Altstadtgassen oder Tordurchfahrten in Hinterhöfe verhindern.

Entstanden diese Fahrzeuge zunächst in Handarbeit aus normalen Lkw, deren Führerhäuser vor den Rahmen und die Vorderachse gesetzt wurden, so entstand mit dem Mercedes-Benz Econic erstmals ein Serienfahrzeug (dessen GFK-Führerhaus übrigens bei einem Nachfolgebetrieb des VEB Sachsenring in Zwickau gefertigt wird – erst kleine Trabis, heute große Lkw ...).

War zunächst die niedrige Bauhöhe der Hauptgrund für die Herstellung dieser Fahrzeuge, so ist es heute zumeist die niedrige Einstiegshöhe für solche Fahrzeuge, bei denen täglich vielmals eingestiegen wird. Bei einem Müllsammelfahrzeug im ländlichen Sammelverkehr (d.h. bei längeren Fahrtstrecken zwischen den Ladestellen) kommen (wenn man 200 Stops mit je 10 Sekunden Zeitersparnis zum Ein- und Aussteigen ansetzt), je Schicht 33 Minuten Zeitersparnis zusammen – bei gleichzeitig verbesserter Sicherheit.