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Krupp-Ardelt Raupenkran und Raupenbagger

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Krupp-Ardelt Raupenkran und Raupenbagger

von Holger Hausmann und Michael Broer

Nach nur einem Produktionsjahr wurde bei dem Krupp-Ardelt Mobil- bzw. Raupenkran/-bagger die aufwändige Gestaltung der funktionsfähigen Rändelwalzen (im Gelben Katalog als Zahnräder bezeichnet) gegen ein Formteil mit stilisierter Darstellung der Seilrollen ausgetauscht.


Modelle mit Rändelwalze © Fotos: Auktionshaus Saure

Es war ursprünglich geplant, dem Modell eine Spielfunktion mitzugeben. Dazu wurden die Seiltrommeln mit Rändelscheiben versehen, ferner weisen beide Scheiben jeweils eine feine Bohrung auf. Ursprünglich sollte durch diese Bohrungen jeweils ein separater Textilfaden (Zwirn o. ä.) gezogen werden, der an den Außenseiten der Trommeln hinterknotet und ggf. mit Klebstoff fixiert werden sollte. Die freien Enden der beiden Fäden fanden ihre Fixpunkte an den entsprechenden Stellen des Auslegers und des Hochlöffelarmes (wie das serienmäßige Gummiband). So montiert, sollte sich durch Drehen der Seiltrommeln mit Daumen und Zeigefinger die Arbeitsspiele des Löffelbaggers nachstellen lassen.

Doch in der Praxis funktionierte die Konstruktion nicht erwartungsgemäß, und zwar insbesondere wegen der in den Rändelscheiben befestigten Seilenden: Eine Bohrung direkt durch die Seiltrommel war nicht möglich, da in dieser die Stahlachse verlief. Auch ließ sich die Trommel nicht arretieren. Letztlich scheiterte die Realisierung jedoch an dem hohen Montageaufwand. So begnügte man sich in der Serie mit dem bekannten Gummiband, welches einfach um eine Seiltrommel gelegt wurde.


Modelle mit stilisierter Seilrolle © Fotos: Auktionshaus Saure

Trotzdem blieb der immer noch hohe Montageaufwand für die aus vier Einzelteilen bestehende und nunmehr überflüssige Konstruktion. Also wurde zur Produktionsvereinfachung die gesamte Konstruktion gegen ein einziges neues Bauteil ausgetauscht.


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