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VÖV-Standardlinienbusse

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VÖV-Standardlinienbusse


In den 1960er Jahren entwickelte der "Verband Öffentlicher Verkehrsbetriebe" (VÖV), heute "Verband Deutscher Verkehrsunternehmen" (VDV), das Konzept eines Standard-Bustyps, der für die Unternehmer durch eine einheitliche Bauweise die Anschaffung, Wartung und Reparatur der Omnibusse erleichtern sollte.

Optisch unterscheiden sich die als "VÖV I" bezeichneten Fahrzeuge der beteiligten Hersteller Mercedes-Benz, MAN, Büssing, (später MAN-Büssing) Magirus-Deutz (später IVECO) sowie Gräf & Stift aus Österreich und Ikarus aus Ungarn lediglich in dem Bereich unterhalb der Frontscheibe.
Gebaut wurden zweiachsige Fahrzeuge, Anderthalbdecker, Gelenkbusse sowie (auf MAN-Basis durch die Waggon-Union in Berlin) der berühmte BVG-Doppeldecker SD 200.

Mitte der 1980er-Jahre wurde die Serienfertigung des Nachfolgers aufgenommen. Den als „VÖV II“ bezeichneten Einheitstyp bauten jedoch nur noch die Hersteller Mercedes-Benz, MAN und Neoplan sowie die Waggon-Union und Gräf & Stift auf MAN-Basis.
Merkmale dieser Bauweise waren die Niederflurbauweise sowie die besonders kantige Form, welche den Bussen schon bald den spöttischen Beinamen „Keksdose“ einbrachte.
Von der optischen Einheitlichkeit rücken die Hersteller seit der Mitte der 1990er-Jahre jedoch immer mehr ab.

Durch Wiking wurden einige VÖV-Busmodelle realisiert (in Klammer dazu die Artikelnummern):

VÖV I:
- Mercedes-Benz O 305 (700, 701; in Baugröße N 970)
- Mercedes-Benz O 305G (705)
- MAN SD 200 (730)

VÖV II:
- Mercedes-Benz O 405 (702)
- MAN SL 202 (703)
- MAN NL 202 (704)
- MAN NL 233 (706)
- MAN D 89 (731)

Bemerkenswert ist die Gestaltung des Modells MAN SL 202 "Wiener Lokalbahn" (703-3-1): Der Bus wurde durch front- und heckseitige Zusatzaufrucke zur „Gräf & Stift“-Ausführung.