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Typenbezeichnungen bei Mercedes-Benz Lkws und Bussen

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Typenbezeichnungen bei Mercedes-Benz Lkws und Bussen

... mit Bezug zu Wiking-Modellen
Von Holger Hausmann


Bei Mercedes-Benz bedeutete die Typenbezeichnung "L" Lastkraftwagen und "O" Omnibus, z. B. L 10000 stand für einen Lastkraftwagen mit 10 t zGG (zulässigem Gesamtgewicht). Dies galt von der Vorkriegs- bis in die frühe Nachkriegszeit.

Mit Einführung der Frontlenker (bei Mercedes-Benz als Pullman bezeichnet) wurde bei diesen ein "LP" daraus, z. B. LP 332 (wobei hier die Nummer keinen Rückschluss auf Tonnage oder Motorleistung zuließ). Für die Hauber stand weiterhin ein "L". Die Sattelzugmaschinen wurden mit einem hinter den Buchstaben angehängten "S" unterschieden.

Nach den Pullman-Fahrerhäusern wurde die so genannte kubische Kabine eingeführt, die Typenbezeichnung blieb bei LP(S), z. B. MB LPS 1620 (hier wurde auf die Tonnage - in diesem Falle 16 t – und die Motorleistung – in diesem Falle 200 PS – Bezug genommen). Für den Hauber galt weiterhin das "L(S)", z. B. MB LS 1413.

Mit der Neuen Generation (NG) ab 1973 wurde das "LP" bei der Typenbezeichnung eingespart, so dass es jetzt z. B. bei Sattelzugmaschinen MB 1626 S und bei den Solo-LKW z. B. MB 1017 hieß. Das "S" für die Sattelzugmaschinen wurde jetzt hinter den Zifferncode gesetzt. Wie vorhin bereits geschildet, steht die vierstellige Zahlenreihe für das zulässige Gesamtgewicht bzw. die ungefähre Motorleistung in Pferdestärken. Im Hause Daimler-Benz sprach man vom NG 1017 im Gegensatz zum LP 1620 für das kubische Führerhaus.

Auch bei der Schweren Klasse (SK) ab 1988 und den Nachfolgern Atego, Actros etc. änderte sich an dem Zifferncode nichts. Hier spricht man dann vom SK 1648 bzw. Actros 2538 usw.

Das "O" für den Omnibus blieb bis in die Gegenwart, auch mit Einführung z. B. des Citaro (oder O 530) wurde dieses nicht geändert. Auffällig bleibt hier, dass der dreistellige Zifferncode z. B. MB O 302, O 305, O 303 RHD, O 405 ... keine Zuordnung nach Leistung oder Tonnage zulässt.

Die Ziffernfolgen in den Verkaufsbezeichnungen (z. B. LP 332), die bei Daimler-Benz keinen Rückschluss auf Leistung/Nutzlast/zulässiges Gesamtgewicht zuließen, waren die "internen Baumusterkennungen".

Kurz zusammengefasste Beispiele für die Hauben- und Frontlenker-Lastkraftwagen: L 10000, L 5000, L 309, L 1413, LP 332, LP 1620, NG 1632, SK 1648, Actros 2235.


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